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Schiebefenster: sicher, flexibel und vorteilhaft

Verglichen mit den Fenstern, die sich beim Öffnen, Drehen und zum Lüften kippen lassen und dazu Platz brauchen, hat ein Schiebefenster einen entscheidenden Vorteil: Wird es geöffnet, stört es nicht im Raum. Der Fensterflügel wird parallel zur Hauswand geöffnet. Grundsätzlich werden die Schiebefenster in zwei Typen eingeteilt, je nachdem, in welche Richtung sie sich öffnen lassen:

Vertikal-Schiebefenster:
Diese können nach oben und unten geschoben werden und öffnen sich senkrecht.
Horizontal-Schiebefenster:
Diese werden von links nach rechts oder andersherum waagerecht geöffnet und geschlossen.

Sowohl die Vertikalschiebefenster, als auch die Horizontal-Schiebefenster gibt es in verschiedenen Ausführungen hinsichtlich Material, Aufbau und Funktionsweise. Außerdem gibt es spezielle Schiebefenster, bei denen die Glaselemente so ähnlich, wie bei einer Ziehharmonika gefaltet werden. Diese sogenannten Faltschiebefenster werden allerdings nur sehr selten eingesetzt. Die Fenster online kaufen ist nicht so schwer, da eigenlich jeder Fensterhändler Schiebefenster anbietet.

Vorteile der Schiebefenster:

Da die Schiebefenster nicht mit ihrem Fensterflügel beim Öffnen in den Raum hineinragen können, sparen sie erheblich Platz. Soll das Zimmer gelüftet werden, muss die Fensterbank dafür nicht freigeräumt werden. Kommt es zu einem Luftzug, kann ein Schiebefenster – ganz im Gegensatz zum Dreh-Kipp-Fenster – nicht plötzlich zuschlagen.

Sicher, warm und schallgedämmt

Ein modernes Schiebefenster steht in Punkto Dämmung und Dichtigkeit den konventionellen Dreh-Kipp-Fenstern in nichts nach. Sie werden sämtlichen Anforderungen hinsichtlich Sicherheit, Wärmedämmung und Schalldämmung gerecht und sind passend zur Optik des Hauses erhältlich. Mit dreifach verglasten Scheiben ausgestattet, kommen sie auf einen U-Wert, der geringer als 1 W/m²K ist.

Schiebefenster mit angelsächsischen Wurzeln

Die Schiebefenster, die zum Öffnen vertikal nach oben geschoben werden, sind in Großbritannien schon seit Jahrhunderten Tradition und werden auch in Amerika häufig in Häusern eingesetzt. Beide Fensterflügel können sowohl nach oben, als auch nach unten geschoben werden. Damit sie in jeder Position sicher verharren, werden sie von einem Gegengewicht gehalten. Besonders in den Räumen, in denen die Luft feucht oder voller Essendünste ist, ist die Lüftung mit einem Schiebefenster außerordentlich effektiv: Werden die beiden einzelnen Flügel so geöffnet, dass sie in der Mitte des Fensters übereinander liegen, strömt über die Öffnung von unten frische Luft in den Raum, während die feuchte und warme Luft über die obere Öffnung entweicht. Die Luft von Küche und Bad ist auf diese Weise schnell wieder frisch.

Nostalgisch – doch nicht von gestern

Hierzulande kamen die Vertikalschiebefenster vor allem Ende des 19. bis zum Anfang des 20. Jahrhunderts in Villen und hochherrschaftlichen Landhäusern zum Einsatz. Steht ein Gebäude unter Denkmalschutz, haben sich die alten Vertikalschiebefenster oft noch erhalten. Trotz ihrer Platzersparnis konnten sie jedoch nie die in Deutschland beliebten Dreh- oder Dreh-Kipp-Fenster verdrängen. In manchen Gebäuden wurden Vertikalschiebefenster dagegen gerne als Durchreiche eingesetzt. Im Biergarten, der Eisdiele oder anderen Stellen, an denen Essen oder Getränke von innen nach außen gereicht werden sollen oder in einer Kantine zwischen dem Küchen- und dem Essbereich dienen Schiebefenster als bequemer Tresen. Bautechnisch wird in diesem Fall oft auf den unteren Abschluss des Fensterrahmens verzichtet und das Schiebefenster sitzt direkt auf dem Fenstersims oder der Arbeitsplatte auf. Das gestaltet die Ausgabe von Lebensmitteln und Getränken äußerst komfortabel.

Vertikalschiebefenster: Aufbau und Funktionsweise

Eine Rahmenkonstruktion hält nicht nur die Schiebeflügel, sondern auch den Gewichtekasten an einer Seite. In diesem sind die Gegengewichte untergebracht, mit denen die Fensterflügel in jeder beliebigen Position gesichert werden können. Der Gewichtekasten ist optisch nicht zu sehen, sondern verschwindet im Rahmen. Je nach Baustil des Hauses können ganz unterschiedliche und perfekt dazu passende Fensterflügel gewählt werden. Sprossenfenster sind dabei besonders beliebt. Selbstverständlich lässt sich ein modernes Vertikalschiebefenster auch sicher verschließen und ist in der Regel mit einem sogenannten Öffnungsbegrenzer ausgestattet. Ist das Schiebefenster mit Isolierglas und einer hochwertigen Abdichtung ausgestattet, wird es sämtlichen energetischen Ansprüchen gerecht. Eine spezielle Absturzsicherung sorgt dafür, dass die Fensterflügel des Schiebefensters in jedem Fall gehalten werden. Die Vertikalschiebefenster sind aus vielen Materialien erhältlich, es gibt sie mit einem Fensterrahmen aus Holz, aber auch aus Kunststoff, Aluminium, Edelstahl oder einem Mix aus Aluminium und Holz.

Horizontalschiebefenster: Leichter Zugang zu Balkon und Terrasse

Im Gegensatz zu den Vertikalschiebefenstern, die sich hierzulande nicht so recht durchsetzen konnten, sind Horizontalschiebefenster wiederum recht weit verbreitet und sorgen als rahmenlose Türen für einen leichten Zugang zu Balkon oder Terrasse. Es gibt verschiedene Arten von Horizontalschiebefenster, je nach ihrer Funktionsweise:

Parallelschiebefenster:

Ein Parallelschiebefenster verfügt über einen festen und einen beweglichen Fensterflügel. Der bewegliche Fensterflügel lässt sich über eine Bodenschiene vor den festen Fensterflügel schieben.

Hebeschiebefenster:

Mit einem Hebel werden die Fensterflügel des Hebeschiebefensters aus den Laufrollen gehoben, so dass sie sich leicht verschieben lassen. Diese Hebelwirkung ist außerordentlich effektiv, selbst großflächige und damit sehr schwere Fensterflügel können mit dieser Konstruktion leicht verschoben und geöffnet werden. Wird der Fensterflügel wieder abgesenkt, schließt er automatisch dicht.

Faltschiebefenster:

Die Faltschiebefenster haben mehrere Fensterflügel, die unten und oben gleichermaßen an Schienen befestigt werden. Sollen die Flügel geöffnet werden, werden diese wie eine Ziehharmonika zusammengefaltet und wie ein Vorhang auf die Seite geschoben.

Dachschiebefenster:

Wird der Raum unter dem Dach als Wohnraum ausgebaut, bieten Dachschiebefenster maximale Öffnungmöglichkeiten. Sind sie mit einer vollautomatischen Schiebetechnik ausgestattet, lassen sie sich leicht öffnen und auch wieder verschließen. Dachschiebefenster gibt es in preiswerten Standardanfertigungen, aber auch nach Maß gefertigt.

Verkaufsschiebefenster:

Hat eine Bäckerei oder ein Cafe eine große Glasfassade, bieten sich Verkaufsschiebefenster an: Diese können im Sommer vollflächig geöffnet werden. Kuchen und Kaffee duften weit in die Fußgängerzone hinein und locken Kunden an. An den Tischen im Cafe können die Besucher ebenso luftig, wie im Freien sitzen. Werden die Verkaufsschiebefenster wieder geschlossen, sind sie ebenso sicher und pflegeleicht, wie alle anderen Fenster ebenfalls.

Weiterhin gibt es Schiebefenster, die sich beim Öffnen in der Mauer des Gebäudes versenken lassen. Ebenso lassen sich Schiebefenster nicht nur mit der Hand, sondern auch elektrisch öffnen und schließen. Spezielle Modelle können sogar geschoben und gekippt werden.